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Lehramtsanwärterinnen sammeln auf dem Wilhelmshof in Wanna praktische Ideen für den Unterricht

Woher kommt unsere Milch? Was wächst auf einem Getreidefeld und wie wird daraus später Mehl? Für viele Kinder sind solche Zusammenhänge heute nicht mehr selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, Landwirtschaft und die Erzeugung unserer Lebensmittel bereits in jungen Jahren anschaulich zu vermitteln. Wie das gelingen kann, zeigte ein Treffen von Lehramtsanwärterinnen mit Seminarleiterin Silke Ayecke auf dem Wilhelmshof der Familie Wettwer in Wanna. Eingeladen hatten die ehemalige Kreisvorsitzende der Landfrauen Land Hadeln-Cuxhaven, Doris Wettwer, und Fenja Badura, Bildungsbeauftragte des Kreisbauernverbandes Land Hadeln e. V.

Ziel war es, den angehenden Lehrerinnen praktische Ideen und Materialien für den Unterricht mitzugeben und zu zeigen, wie vielfältig landwirtschaftliche Themen eingesetzt werden können. Gleichzeitig wurden die Lehramtsanwärterinnen nach ihrer Einschätzung zu bestimmten Themen und Materialien aus didaktischer Sicht gefragt. Durch ihre Nähe zum Schulalltag und zu den Schülerinnen und Schülern konnten sie eine andere Perspektive einbringen, sodass beide Seiten von dem Austausch profitierten.

Auf dem Wilhelmshof erhielten die angehenden Lehrerinnen bei einer Hofführung und bei praktischen Mitmachstationen vielfältige Einblicke in verschiedene Bereiche der Landwirtschaft. Neben dem Wandel der Milchviehhaltung von früher zu heute ging es beim Thema Milch an die Modellkuh „Klara“. Anhand von ihr wurden Haltung und Fütterung einer Milchkuh erklärt und anschließend gemeinsam Butter hergestellt. Ein Getreidememory, eine Haferquetsche und eine Mehlmühle zeigten den Weg vom Getreidekorn bis zum Mehl. Weitere Themen waren Kartoffeln, Boden, Geflügel, Artenvielfalt und landwirtschaftliche Maschinen.

Gerade die praktische Herangehensweise macht Landwirtschaft für Kinder verständlich. Sie können sehen, anfassen, ausprobieren und dabei eigene Fragen entwickeln. Gleichzeitig bietet das Thema zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht – neben dem Sachunterricht beispielsweise auch für Mathematik, Deutsch oder Kunst. Eine repräsentative Befragung der i.m.a. aus dem Jahr 2022 zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Befragten der Ansicht war, dass Landwirtschaft in der Schule zu selten behandelt wird. Wie eine stärkere Einbindung gelingen kann, zeigt auch die Grundschule Ihlienworth. Gemeinsam mit dem Kreisbauernverband Land Hadeln e. V. und Landwirtinnen und Landwirten soll der Bereich Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt weiter gestärkt werden. Bei einem ersten Besuch unterstützte Fenja Badura eine dritte Klasse mit ihrem Praxiswissen und verschiedenen Mitmachaktionen. Weitere Unterrichtsbesuche sind geplant.

Daran möchte der Kreisbauernverband Land Hadeln anknüpfen und die Zusammenarbeit mit Schulen und Lehrkräften weiter intensivieren. Entsprechende Angebote sollen künftig stärker koordiniert und dabei auch die Erfahrungen der LandFrauen aus zahlreichen Schul- und Hofbesuchen einbezogen werden. Interessierte Schulen und Lehrkräfte, die Landwirtschaft im Unterricht aufgreifen oder einen Hofbesuch planen möchten, können sich gerne an Fenja Badura vom Kreisbauernverband Land Hadeln e. V. wenden.

Ansprechpartnerin:
Fenja Badura,Kreisbauernverband Land Hadeln
Tel.: 04751 / 9226-0
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