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L P D – Wichtigstes Ziel des Projekts „Eigene Vielfalt. Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz und Landwirtschaft“ ist die Stärkung der Biodiversität im ländlichen Raum. Zusammen mit dem Landvolk Niedersachsen, der Stiftung Kulturlandpflege und der Landwirtschaftskammer (LWK) sowie mehr als 140 Partnern aus Kommunen, Vereinen und Verbänden pflanzte der Umweltverband BUND im Rahmen des Projekts knapp 7000 Sträucher, 1500 Stauden, 82 Bäume und legte mehr als 12.000 Quadratmeter Blühflächen an.

Ein Erfolg, der (heute) im Beisein von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer mit einem Festakt in den Räumen der LWK in Hannover-Ahlem gefeiert wurde.

„Wir haben uns ehrgeizige Ziele zum Biotopverbund in Niedersachsen gesetzt. Mit dem entwickelten Leitbild können die im Projekt angewandten Ansätze und Maßnahmen nun auch auf andere Regionen übertragen werden. Damit wir einen landesweiten Biotopverbund erreichen, braucht es aber auch geeignete Förderinstrumente. Wir brauchen mehr Innovation und Flexibilität in der Förderung von Naturschutzmaßnahmen“, forderte Hubertus Berges, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen.

„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie viel für den Natur- und Artenschutz erreicht werden kann, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Wir freuen uns, dass wir mit diesem kooperativen Ansatz, den wir mit dem Niedersächsischen Weg gestartet haben, so viel erreichen konnten“, sagte Susanne Gerstner, Landesvorsitzende des BUND Niedersachsen. In den Modellregionen Ammerland, Rotenburg und Südniedersachsen sind Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel und weitere Tiere entstanden. Das Projekt wurde über Niedersachsen hinaus gewürdigt – als herausragendes Beispiel der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen sowie als Gewinnerprojekt des „Beebetter“-Awards.

Während der Projektlaufzeit setzten die Partner in sieben Landkreisen insgesamt 30 Maßnahmen für mehr Strukturvielfalt um. Neupflanzungen mit heimischen, gebietseigenen Gehölzarten wie „Eingriffliger Weißdorn“, „Gewöhnliche Hasel“ und „Elsbeere“ wurden durch Pflege- und Instandsetzung an bestehenden Heckenstrukturen ergänzt. Um das Wissen über die richtige Pflege weiterzugeben, wurden unter anderem zweitägige Gehölzpflegekursen für Mitarbeiter von Bauhöfen und Landwirten angeboten.

„Hecken sind nicht nur für den Artenschutz wichtig, sie erfüllen auch Aufgaben für den Klima- und Bodenschutz, regulieren das Kleinklima und verhindern Wasser- und Bodenerosion. Damit sie auch langfristig ihre wertvollen Funktionen für den Natur- und Artenschutz entfalten können, braucht es die richtige Pflege, Durch regelmäßigen Schnitt werden zum Beispiel dichtwüchsige, verästelte Bereiche geschaffen, wo Singvögel gerne ihr Nest anlegen“, erläuterte abschließend Astrid Garben-Mogwitz, Vorsitzende der Stiftung Kulturlandpflege Niedersachsen. (LPD 12/2024)

Sonja Markgraf

Pressesprecherin

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